Stoppt Botox-Tierversuche!
Botox
Botox ist der Handelsname für ein Produkt, das das Nervengift Bolutinumtoxin enthält. Der Name "Botox" hat sich, vorangetrieben durch die Massenmedien, als Oberbegriff für Faltenglättung durch Injektionen mit der Substanz eingebürgert, so, wie sich "Tesafilm" für Klebeband oder "Uhu" für Klebstoff durchgesetzt haben. Das Gift wird für medizinische und zunehmend auch für kosmetische Zwecke eingesetzt. Eine kleine Injektion und die Falten im Gesicht sind für einige Monate verschwunden. Doch den Preis für die kurzfristige Schönheit zahlen derzeit Zehntausende von Mäusen. Da die EU-Kosmetikrichtlinie nicht für Präparate gilt, die unter die Haut injiziert werden, wird das Verbot für Kosmetik-Tierversuche umgangen.
Tieversuche
Wegen seiner Gefährlichkeit wird jede Produktionseinheit der Botox-Produkte in qualvollen Tierversuchen geprüft, bevor sie in den Verkauf geht. Der berüchtigte LD50-Test ist derzeit im Europäischen Arzneibuch, das die Prüfung von pharmazeutischen Produkten regelt, als Standard vorgesehen. Bei diesem Test wird die Dosis ermittelt, bei der genau die Hälfte der Tiere stirbt. So wird die „Stärke“ eines Produktes festgestellt. Das Gift wird Hunderten von Mäusen in die Bauchhöhle gespritzt. Für die Tiere ist das mit furchtbaren Qualen verbunden. Es kommt zu Muskellähmungen, Sehstörungen und Atemnot. Der Todeskampf kann sich über drei oder vier Tage hinziehen. Die Nager ersticken schließlich bei vollem Bewusstsein. Weltweit erleiden etwa 300.000 Mäuse jedes Jahr diesen furchtbaren Tod. Mit steigender Tendenz, denn je mehr Botox verwendet wird, desto mehr Mäuse müssen leiden und sterben.
Es geht auch ohne Tierversuche
Eine Reihe von „Alternativen“ wurde bereits entwickelt. Bei einigen dieser Methoden werden Organe getöteter Ratten oder Mäuse verwendet oder es handelt sich gar um Tierversuche, wenn auch um weniger schmerzhafte. Vom Tierschutzstandpunkt aus gesehen ist dies natürlich inakzeptabel. Dass es auch ganz ohne Tierversuche geht, zeigt der SNAP-25-Test. Dieses in Großbritannien entwickelte, molekularbiologische Verfahren ist preisgünstig und wesentlich effektiver als der LD50-Test.
Die Hersteller haben die Wahl
Absurderweise bleibt es den Herstellern von Botulinumtoxinprodukten überlassen, ob und wann sie tierversuchsfreie Testmethoden entwickeln und behördlich anerkennen lassen. Die Firmen behaupten, sie müssten Alternativen für ihr eigenes Produkt entwickeln, die dann auch nur von ihnen selbst eingesetzt werden können. Wenn die Konzerne jedoch zusammenarbeiten würden, könnte eine gemeinsame Testmethode als Ersatz für den Maustest entwickelt werden.
Die ECEAE-Kampagne
Ziel der ECEAE-Kampagne ist es, die Botox-Tierversuche zu stoppen. Wir fordern die Herstellerfirmen und die Behörden auf, mit einander zu kooperieren, die Entwicklung und Anerkennung tierversuchsfreier Testmethoden voranzutreiben und den LD50-Mäusetest im Europäischen Arzneibuch zu streichen.
Sie können helfen!
Auf der Take Action-Seite erfahren Sie, wie Sie helfen können, die Botox-Tierversuche zu stoppen.
Weitere Informationen
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